Freie Wähler zu Besuch in Hemer
Die Freien Wähler folgten einer Einladung ihrer Kollegen von der UWG Hemer zu einer Wochenendbegegnung.
Die Einstimmung geschah in der schönen Dorfkirche in Deilinghofen mit einer Führung durch den Dorfpfarrer Dr. Lohmann und einem Minikonzert, gespielt vom Fraktionsvorsitzenden Martin Dodt.
Bürgermeister Esgen empfing die Brettener dann ganz offiziell auf dem Gelände der Landesgartenschau LGS im Grohe-Forum und berichtete von der Schnelligkeit der Umsetzung, für die der Kauf der freigewordenen Bundeswehrflächen die Grundlage bildete. Das Konzept, das geprägt ist von der Nachhaltigkeit ließ aufhorchen und neugierig machen. Es wurden Fragen zur Finanzierung gestellt. Schon jetzt ist klar, dass die veranschlagte Summe nicht ausreicht. Noch längst nicht klar ist, was mit den vielen Flächen und Gebäuden nachher gemacht werden soll. Das Stadtbild hat sich sehr verändert. Viele Industriebrachen wurden abgetragen und erfuhren eine Neuordnung. In diesem Zusammenhang kam dann auch die Rede auf Hemers neuestem Investor. Ten Brinke Bertram baut in Hemer ein Fachmarktcenter mit den bekannten Namen als Ankermieter. BM Esgen sprühte vor Überzeugung, dass die richtige Wahl getroffen wurde, nach dem im Vorfeld einige Entwickler an den komplexen Vorgängen scheiterten. Damit wird dem Kaufkraftabfluss ins benachbarte Iserlohn ein Riegel vorgeschoben. Das bezweifelten mindestens einige Gemeinderäte, da das im Dezember eröffnete Edekacenter neben dem Rathaus, bislang nicht den Erwartungen entspricht. Der Mieter macht Verluste.
Dagegen wurde der Rundgang bei schönstem Wetter durch die LGS ein Gewinn für alle Sinne. Selbstverständlich wurde das Städtemosaik besucht, auf dem sich Bretten mit Glasstelen präsentiert. Wunderschöne Spielplätze und natürlich der Jübergturm, dessen filigrane Architektur viele Licht- und Einblicke zulässt, beeindruckten die Brettener.
Bei einem kleinen Stadtrundgang, auch zum Platz des neuen Fachmarktcenters, konnten sich die Freien Wähler überzeugen, dass eine konzipierte Fußgängerzone wieder für den Verkehr geöffnet werden kann.
Mit einer Führung durch Hemers Heinrichshöhle, dem Eingang zum Felsenmeer, und der Besuch der Luisenhütte wurde das Wochenende abgerundet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Freunden der UWG und dem Versprechen eines Wiedersehens am nächsten Peter- und Paulsfest traten die Freien Wähler ihre Heimreise an.
Mitgliederversammlung der FWV

- Blick in die Versammlungsrunde

- 1. Vorsitzende Martin Feurer (links) gratuliert dem neuen 2. Vorsitzenden Markus Veit (rechts) zur Wahl
Zur Mitgliederversammlung konnte der kommissarische Vorsitzende Martin Feurer der Freien Wähler (FWV) viele Mitglieder begrüßen. Bernd Diernberger legte nach seiner Wahl zum Diedelsheimer Ortsvorsteher aus zeitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder.
Diernberger blickte auf das vergangene Jahr, das geprägt von Wahlen war. Eine gute Voraussetzung war die Auftragsarbeit der FH Pforzheim, die viele Arbeiten besser strukturierten. Allein das Auftreten in der einheitlichen Farbe orange erreichte die notwendige Aufmerksamkeit. Aber kaum waren die Kommunalwahlen zu Ende, zeichnete sich dann endlich die Neuwahl des Oberbürgermeisters ab. Empfohlen von einem FWV-Mitglied, sollte mit Martin Wolff gesprochen werden. Schon beim ersten Gespräch war klar, dass das der Mann ist, den die Freien Wähler unterstützen werden, wenn er sich bewirbt. Die FWV blieb trotz mancher Bitten, anders zu entscheiden, der Unterstützungszusage treu. Darum ist man jetzt auch mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden.
Feurer überreichte Diernberger als Dank eine Designerkrawatte mit der Diedelsheimer Forelle, sozusagen eine Ortsvorsteherkravatte. 13 Jahre war Diernberger der Vorsitzende der Freien Wähler, begleitete Wahlkämpfe und jede Menge Aktivitäten. Eine davon ist besonders herauszustreichen. Seit 2003 hat Bretten weicheres Wasser. Ein Ergebnis, an dem die Freien Wähler großen Anteil haben. Heute können die Stadtwerke damit werben.
Kassier Matthias Kuhn legt ein gutes Ergebnis vor. Der Wahlkampf konnte ohne Schwierigkeiten geschultert werden. Sogar ein neuer Internetauftritt konnte von einem Profi gestaltet werden. Dieses Ergebnis hatten Ernst Gropp und Markus Gerweck geprüft, der auch von einer einwandfreien Kassenführung berichtete. Entlastet wurde der Kassier und der weitere Vorstand durch Antrag von Heinrich Pfeil, der die gute Arbeit lobte. Einstimmig konnte deshalb der Vorstand entlastet werden.
Da der 1. Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm er die Wahlleitung für die Wahl zum 1. Vorsitzenden. Es wurde Martin Feurer gewählt. Markus Veit übernimmt durch Wahl das Amt des 2. Vorsitzenden. Andreas Frey wird als Beisitzer wiedergewählt und für den ausscheidenden Markus Veit kommt Bastian Pfitzer. Heidemarie Leins wurde als Schriftführerin wiedergewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Herbert Vogler berichtete von seiner Kreistagsarbeit. Der Erhalt des Krankenhauses in Bretten, und jetzt sogar der Neubau, war für ihn am wichtigsten. Genauso die Lösung des Müllproblems.
Heidemarie Leins, die Voglers Nachfolgerin ist, erlebte schon eine recht prekäre Entscheidung. DSD wollte den Vertrag zum Einsammeln des Mülls der Grünen Tonne kündigen. Das konnte gerade noch einmal abgewendet werden. Aber der Kreis muss sich Gedanken über die Verwertung weiterhin machen.
Was beschäftigte Bretten außer den Wahlen noch? Da ist z B. der Doppelhaushalt. Unnütz, so bezeichneten die FWV ihn schon bei der Aufstellung, denn es zeichnete sich dort schon ab, dass ein Nachtrag notwendig sein wird. Finanzielle und planerische Vorgaben schränken neben der abzusehenden Schieflage der Wirtschaft den speilraum ein. Nun ist es notwendig, denn die meisten Einnahmen sind doch sehr viel weniger geworden. Um ein wenig abzufedern, wird die Grundsteuer angehoben. Die Umsetzung der Vorgaben von Land und Bund sind zunehmend problematisch, so erhöhen sich die Kosten im sozialen Bereich gewaltig.
Da keiner der OB-Kandidaten und mittlerweile große Teile der Bevölkerung die Tunnellösung für gut befand, wird jetzt diese Frage noch einmal in einem Realisierungswettbewerb aufgerufen. Das Gelände Sporgasse ist jetzt mit dem Schneidergebäude zusammen zu überplanen. Ob das Edekacenter auf dem Harschareal kommen wird, ist noch nicht geklärt. Das Verfahren liegt beim Regierungspräsidium. Die Baustellen Brettens, vermutlich ohne Konventionalstrafen, wie die Geschäftsleute vermuten, machen große Probleme. Jetzt ist die Pforzheimer Straße wieder gesperrt. Verkehrsprobleme müssen angegangen werden, und nicht nur punktuelle Planungen erstellt werden.
Dürrenbüchigs Feuerwehrhaus und der Internetanschluss werden jetzt mit OB Wolff zum Ende gebracht.
Es sind nur einige Punkte für die Betrachtung aus einem ganzen Gemeinderatsjahr herausgepickt. Das letzte Jahr brachte für den Gemeinderat mancherlei Irritationen, und es war immer der Weg, nie die Sache. Das sollte der Vergangenheit angehören. So freuen sich die Freien Wähler (FWV) auf neue Gemeinsamkeiten mit den Kollegen und dem neuen Oberbürgermeister. Manches wurde gefragt und konnte beantwortet werden. So schloss die Mitgliederversammlung 2010.
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Freie Wähler informieren sich bei den Stadtwerken und übergeben Historische Wasserversorgungskarte
Geschäftsführer Stefan Kleck hatte durch seine gut vorbereitete Präsentation so mancher Frage vorgebaut. Es dominierten Themen wie Beteiligungen, wie sieht ein gesunder Energiemix bzw. ein bürgerfreundlicher Service aus oder wie erreiche ich eine Kundenzufriedenheit. Wohlwissend, dass vieles nur über den Geldbeutel bestimmt wird, ist sich Kleck sicher, dass sich die Stadtwerke auch weiterhin auf dem heiß umkämpften Markt behaupten können. Das Kohlekraftwerk Brunsbüttel oder die Off-Shore-Windanlagen sind z. B. zwei der Beteiligungen, um bei der Energieerzeugung auf mehreren Beinen zu stehen. Der Energiemix bzw. das örtliche Engagement der SWB zeigt sich in Bürgersolaranlagen – eine weitere ist in Planung - oder der Wärmegewinnung aus Abwasser, dem Wärmetauscher.
Die Stadtwerke haben sich mittlerweile als regionaler Partner bewährt. Mit der einheitlichen Werbung konnte der Bekanntheitsgrad gesteigert werden, was wiederum am Zugewinn von Kunden abgelesen werden kann.
Unscheinbar ist sie. Nur der Geruch nach frischem Häckselgut aus dem 160 m³ fassenden Silo verrät die Feuerungsanlage, die das Baugebiet Steiner Pfad mit Wärme versorgt. Dass Häckselgut kommt auf kurzem Wege von einem örtlichen Unternehmer, dessen Bezahlung sich nach dem Brennwert des Materials richtet. Darüber hinaus ist er vertraglich verpflichtet, die Asche zurückzunehmen und zu entsorgen. Nach anfänglicher Skepsis überzeugte das Nahwärmekonzept auch den letzten Kritiker. Die Kapazität der Anlage reicht auch für einen weiteren Bauabschnitt.
Das Brettener Freibad ist in die Jahre gekommen und leidet an Attraktivität. Die Unterhaltungskosten werden immer teurer, und der Umweltschutz meldete sich zu Wort. So stellt sich die Frage - Sanieren oder neu bauen. Die ersten Stimmen im Aufsichtsrat könnten unterschiedlicher nicht sein; zu teuer, nicht notwendig usw. Kleck stellte dar, dass ein Neubau nur geringere Mehrkosten verursacht.
Bei Kabel- und Internetverbindungen mauserte sich die Telemaxx – eine weitere Beteiligung der SWB, für viele angesiedelten Betriebe, auch der Verwaltung, zum seriösen Partner. Doch für die Internetversorgung von Dürrenbüchig waren auch der Telemaxx Grenzen durch hohe Anmietungskosten bereits verlegter Kabel gesetzt. Es ist zu vermuten, dass sich eine erdverlegte Internetlösung in der Fläche betriebswirtschaftlich nicht darstellen lässt.
Der Brettener Wasserversorgung fühlten sich die Freien Wähler schon immer eng verbunden, was schließlich auch in 2003 nach langem Bemühen zu weicherem Wasser führte. Insofern ist es logische Konsequenz, dass man sich auch um die Historie kümmert. Inspiriert durch das Buch von Manfred Störzer „ Wasser für Bretten“ arbeitete ein Arbeitskreis unter Verwendung von historischem Kartenmaterial an einer visualisierten Darstellung der Wasserversorgung um 1900 mit den einzelnen Brunnen und den Quellen. Kleck war überrascht und erfreut, als Martin Feurer (Vorstand) und Heidemarie Leins (Fraktion) die große gerahmte Karte übergaben. Sie soll im Sitzungssaal aufgehängt werden.
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Heidemarie Leins mit Kreisräten in Israel
Der Besuch der Vertreter aus den Kreistagsfraktionen in der Israelischen Partnerregion Sha’ar Hanegev diente nicht nur dem Pflanzen von Bäumen im Shikma-Trockental, wo eine groß angelegte Grünzäsur entstehen soll, sondern auch dem Treffen von Freunden, denn die Kontakte bestehen schon lange.
Der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem macht viele Handlungsweisen in Israel verständlich. Das Gedenken im „Tal der Gemeinden“ an das Auslöschen von fast 5000 jüdischen Gemeinden in Europa bleibt in Erinnerung und ist Antrieb, Frieden zu bewahren.
Mit riesigen Steinquadern aus „Jerusalem-Stein“ ist ein Labyrinth angeordnet, das immer wieder von offenen Innenhöfen unterbrochen wird. Auf diesen Quadern sind dann die Orte in hebräischer und lateinischer Schrift eingemeiselt. Kreisrätin Heidemarie Leins besuchte diesen Ort nicht nur mit der Delegation, sondern zu den Karlsruhern hatten sich Zipora Werner mit ihrer Schwiegertochter gesellt, die die Gruppe einen Tag lang begleiteten und für autenthische Antworten zur Verfügung standen. Ziporas Mutter war Bertel Hanauer, geb. Bodenheimer, aus Bretten. Die Familie hielt in den vergangenen Jahren immer Kontakt zu Bretten, zuletzt waren sie mit acht Personen auf Spurensuche in der Heimat ihrer Ahnen. Mit auf den Heimweg gaben sie, herzliche Grüße an die Brettener auszurichten.
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