Ein falsches Signal zur falschen Zeit
So haben sich die Freien Wähler die Energiewende nicht vorgestellt
Bei allen Jahresrückblicken in den Medien wurden die Ereignisse von Fukushima wieder in Erinnerung gerufen. Zu diesem Zeitpunkt begrüßten alle die politische Entscheidung zum Ausstieg aus dem Atomstrom in der BRD. Dass die Suche nach dem richtigen Weg zur Energie der Zukunft nicht einfach sein wird war allen klar – eine Gemeinschaftsaufgabe sollte es werden. Was aber nun ab Januar 2012 für die Stromkunden gelten soll ärgert die Freien Wähler. Die geplante sogenannte Sonderkunden-Umlage wird den Endverbraucher oder Kleinunternehmer zusätzlich belasten. Konkret geht es um die Pläne der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur, stromintensive Industrieunternehmen, die jährlich große Strommengen verbrauchen, von den Netzentgelten zu befreien. Dadurch soll bei einem Anstieg der Energiekosten die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen gesichert werden.
Netzentgelte sind für den weiteren Ausbau der Stromnetze wichtig: Denn um den Strom aus Wind- und Solarparks zu den Verbrauchern zu bringen, werden tausende Kilometer neuer Stromleitungen und Verteilernetze benötigt. Für die Freien Wähler ist die Abwälzung ein fataler Weg - ein falsches Signal zur falschen Zeit: „Einige Großen werden geschont, die Kleinen zahlen die Zeche“. Schließlich kann es doch nicht sein, dass eine vollständige Entlastung der energieintensiven Industrie allein von den übrigen Netznutzern getragen wird. Damit steigt der Unmut in der Bevölkerung und schwindet die Akzeptanz für die Energiewende, so das Fazit der Freien Wähler.
Unklar ist im Übrigen dabei noch, ob die Umlage ab 1. Januar 2012 oder sogar rückwirkend auch für das Jahr 2011 erhoben werden soll. Für Bretten gibt es aktuell noch keine Festlegung ab wann und in welcher Höhe die Umlage greifen soll.
Jugendliche vermissen Eislauffläche - FWV auf der Suche nach Alternativen
Einige Anfragen sind zu diesem Thema hierzu bei der FWV eingegangen seit Bekanntwerden, dass die Eislaufbahn einem Riesenrad weichen wird. Für viele Junge und Junggebliebene hat es sich schon eingebürgert – das alljährliche Eislaufen mitten in der Stadt. Eine willkommene Abwechslung insbesondere für Schüler und Jugendliche. Umso enttäuschender fielen die Reaktionen aus auf die geänderten Pläne der Stadt. „Damit verliert der Weihnachtsmarkt eine wesentliche Attraktion und willkommener Anlass um in die Innenstadt zu gehen und sie zu beleben“, so der einhellige Tenor vieler.
Müssen wir deshalb auf das Eislaufen verzichten? Nein, so die Meinung der Freie Wählervereinigung Bretten e.V. (FWV). Realisierbar ist dies allemal – andere Gemeinden machen es uns vor. Mit etwas Gestaltungswille und Gemeinsinn ließe sich dies für Bretten auch noch diesen Winter realisieren. An günstig gelegenen Plätzen mangelt es in Bretten sicherlich nicht. Ein gutes Thema für Bretten und zum Wohle der Jugend noch dazu. Die Freien Wähler werden dieses Thema weiter verfolgen. Auf seiner Webseite stellt die FWV eine erste „Bauanleitung“ vor. Für weitere Vorschläge, Kritik und Ideen stehen sie gerne zur Verfügung.
"Bauanleitung":
- Styroporplatten um bei befestigtem Untergrund eine Dämpfung (bei Sturz) zu erreichen
-ausreichend große Folie
-Strohballen als Begrenzer, über die dann die Folie geschlagen wird
-Wasser bringt die Feuerwehr
-2-3 Wochen Frost, damit sich der Aufwand rentiert
-guten Kontakt zum Wetterdienst
-sowie einer Hand voll freiwilliger Helfer beim Auf- und Abbau
In Scheessel wurde eine solche Aktion bereits erfolgreich umgesetzt.
=> hier gehts zum entsprechenden Artikel im Onlineauftritt der Kreiszeitung
Anregungen? Vorschläge? Wünsche?
=> hier gehts zum Kontaktformular
OB Wolff bei den Freien Wählern
Am runden Tisch trafen sich der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff mit der FWV/Freien Wähler Vereinigung Bretten e. V. Die Mitglieder waren eingeladen, so dass in der Fanfarenschänke eine diskussionsstarke und wissbegierige Gemeinschaft zusammengekommen war. In seinem Vortrag konnte OB Wolff den Teilnehmern glaubhaft vermitteln, dass er es mit seinem Wahl-Slogan „Unser Bretten weiterbringen“ ernst meint und in konkreten Projekten bereits erste „Pflänzchen“ gesetzt hat die jetzt weiter wachsen müssen.
Hinter allen diskutierten Themen verbirgt sich die Ausrichtung auf „Brettens Zukunft“ – auch einem thematischen Schwerpunkt der Freien Wähler. So konnte Martin Wolff mit Details zur Bevölkerungsstruktur Brettens bis in das Jahr 2030 aufwarten und daraus dann Maßnahmen für alle relevanten Bereiche der Kommune ableiten.
Neben allen Ideen und Visionen ist der Haushalt der Grossen Kreisstadt das Maß aller Dinge. Das Credo heißt also Sparen, bei gleichzeitiger Investition in wertschöpfende Maßnahmen, darüber waren sich alle Teilnehmer einig. Schließlich geht es hier auch darum, zukünftigen Generationen finanzielle Handlungsspielräume zu erhalten und den Status Mittelzentrum zu wahren.
Neben der Verbesserung der Einzelhandelsstruktur ist dabei die Steigerung der Wohnkultur bis hin zu betreutem Wohnen und zusätzlichen Pflegeeinrichtungen essenziell. Wolff ist sich sicher, dass der private Investor Ten Brinke gute Magneten bringen wird. Dazu gehört für die FWV allerdings auch ein attraktiver Lebensmittler. Von einem noch zu erarbeitenden „Wohnraum-Leerstandsmanage-ment“ erhofft sich die Stadt eine bessere Steuerung des Wohnraumangebots. Bis zur Fertigstellung des Sporgassenprojekts will Bretten die Hoheit über die Bundesstraße am Marktplatz erhalten und die Zuständigkeit des Bundes auf eine andere Verkehrs-Trasse verlegen, so Wolff. Bei der Aufgabenteilung zwischen Stadtteilen und der Kernstadt wurden unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht. Künftig zwingend zentral durchzuführende Leistungen, wie z. B. in der Friedhofsverwaltung stoßen in den Stadtteilen auf wenig Gegenliebe, da vor Ort ein besserer Kenntnisstand vorliegt.
Anschließend wurde über Brettens Industrie- und Dienstleistungsstrukturen gesprochen. Bretten kann hier mit einer agilen Wirtschaftsförderung aufwarten – Ziel sind einerseits Leistungen zur Bestandswahrung und andererseits die Ansiedelung passender Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Gedanken machten sich die Teilnehmer auch um zukünftige Gewerbeflächen.
Die Aufstellung eines klaren und zielgerichteten Verkehrswegekonzepts für Bretten gestaltet sich sehr schwierig: die angespannte Haushaltslage von Bund und Land, der Wettbewerb mit anderen bedürftigen Gemeinden und deren Planungen vor dem Hintergrund, dass der Verkehr weiter ansteigen soll, führt dazu, dass Besserung in Bretten nur in kleinen Schritten und im Bündnis mit Nachbarkreisen erreichbar ist.
Zum Schluss dankte der Vorsitzende Martin Feurer den Anwesenden für die engagierte Diskussion und OB Wolff für den partnerschaftlichen Gedankenaustausch, der fortgeführt werden soll.
Eine historisch attraktive Altstadt macht noch keinen Sommer
Nachdem die Urlaubszeit nun zu Ende ist, ist es genau der richtige Moment einen Rückblick zu wagen, wie viel Urlaub in Bretten möglich ist.
Neben positiven Entwicklungen wie beispielsweise Ferienfreizeitprogramme und unser neues Freibad, haben wir große Defizite zu verzeichnen: Beispielsweise fällt auf, daß Campern mangels Platzangebot einen großen Bogen um die Stadt machen. Desweiteren gibt es rund ums „E-Bike“ im Brettener Raum keine Konzeption, was gerade die zahlungskräftigen Senioren in Bewegung bringt. Für einen Verlust an attraktiven Freizeitangeboten ist das Indianermuseum ein Beispiel.
Ebenso müssen wir mit Missfallen feststellen, dass Minigolfanlagen aus der Region massiv plakatieren und um die Gunst der Brettener werben. Warum nicht in Bretten? Mit einer Minigolfanlage wäre Bretten um eine wesentliche Attraktivität für Jung und Alt reicher. So eine Anlage könnte das bisherige Freizeitangebot im Waldtierpark, bestehend aus dem Streichelzoo mit dem neu eingerichteten Waldspielplatz und dem Waldlehrpfad ergänzen. Als weitere Attraktionen können sich die Freien Wähler einen Barfußpark, Pflanzenlabyrinth, Waldwipfelpfad und Trimm-Parkuren gut vorstellen. Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur ist dort geschaffen, das gesamte Areal bietet reichlich Potential für weitere Entwicklungsmöglichkeiten.
Der Tourismus und die Freizeitangebote einer Stadt werden in der Zukunft ein wesentlicher Standortfaktor auch für die ortsansässigen Betriebe darstellen. Spätestens seit die Demografie rückläufige Bevölkerungszahlen beschert und das Buhlen um junge Familien und Arbeitskräfte bereits begonnen hat, wird die Zukunftsfähigkeit Brettens auch durch seinen Freizeitwert bestimmt.
Bildungs- und Teilhabepaket - Chance für Vereine
Rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 18 Jahre aufgrund des am 1. April in Kraft getretene Bildungs- und Teilhabegesetz einen Rechtsanspruch aufs „Mitmachen“. Sei es bei Schulausflügen, beim Mittagessen in Kita oder Schule, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen oder Gruppen. Das neue Bildungspaket der Bundesregierung unterstützt 2,5 Mio. Kinder und Jugendliche, die in einkommensschwachen Familien leben.
Die ungünstige materielle häusliche Ausgangsbasis darf für junge Menschen kein Hinderungsgrund sein, am gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben und den sonst üblichen Aktivitäten von Gleichaltrigen teilzunehmen. Dabei steht gerade der Sport für Integration und Gleichheit und bietet deshalb den vielfältigen Vereinen angesichts zurück gehender Mitgliederzahlen, Nachwuchsschwierigkeiten und der Aussetzung von öffentl. Fördergeldern eine neue Perspektive.
Gemäß dem Gesetzgeber liegt die Trägerschaft für das Bildungs- und Teilhabepaket in der Verantwortung der Kommunen, da sie die vorhandenen Strukturen und sozialen Netzwerke kennt sowie die Erfahrung im Umgang mit hilfebedürftigen Kindern am Besten hat. Das trifft auch auf Bretten zu! Ausserdem sind die neuen Leistungen so miteinander zu verzahnen, dass keine Parallelstrukturen entstehen.
Die Stadt als Träger der Leistungen kann jedoch das Gesetz nicht alleine umsetzen. Sie muss dabei mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten. Hierbei gibt es aber noch große Unkenntnis bei den möglichen Institutionen. Deshalb empfehlen die Freien Wähler (FWV) eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Auch die betroffenen Eltern sollten in einem offenen Brief über die Angebote in der Stadt Bretten Kenntnis bekommen und die Zuständigkeiten im Rathaus kennen.
weitere Infos:
Auszug Handbuch für den VereinsVorsitzende
Quelle: www.vereinswelt.de
Aufruf des Oberbürgermeisters Martin Wolff auf der Homepage der Stadt Bretten
Quelle: www.bretten.de
Information des Landratsamt Karlsruhe
Quelle: www.landkreis-karlsruhe.de
FWV Wanderung zum Weingut Vincon-Zerrer
Unter dem Motto " Frische Luft für freie Gedanken" führte die FWV eine Wanderung zum Weingut Vincon-Zerrer in Großvillars durch. Nach einer lang anhaltenden Trockenperiode begann es just zu Beginn der Wanderung zu regnen. Aber wie in der Kommunalpolitik auch, brachte das die FWV nicht von ihrem Ziel ab. Mit einem deftigen Winzervesper, nach guten Gesprächen und einer Weingutbesichtigung machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Mitgliederversammlung der FWV 2011
Zur Mitgliederversammlung konnte der Vorsitzende Martin Feurer der Freien Wähler (FWV) viele Mitglieder begrüßen. Nach dem Totengedenken ließ Martin Feurer das vergangene Jahr noch einmal gedanklich vorbeiziehen.
Da sind besonders die Einladung an die Einzelhändler zu sehen, um deren Probleme aus ihrem Mund zu hören, der Ausflug nach Hemer zur Landesgartenschau sowie der Vortrag der Zukunftsforscherin Dr. Cuhls von der Frauenhofergesellschaft zu nennen. Der 2. Vorsitzende Markus Veit erläuterte dann die wesentlichen Aussagen zur „Zukunft Kommune“. Es überraschte die Verantwortlichen, wie wenig Interesse an diesem für uns alle wichtigem Thema gezeigt wurde. Die demografische Entwicklung dürfen ganz besonders Gremien, die Entscheidungen in allen Bereichen treffen, wie Gemeinderat und Verwaltung, nicht ignorieren. 2030 werden 47 % der Bürger zwischen 30 – 50 Jahre alt sein und 2050 werden 44 % nur noch erwerbstätig sein. Der „Altersdöner“ darf nicht irgendwann ein Thema sein, sondern jetzt. Konsequenz wäre z. B., Kindergärten jetzt so zu bauen, dass sie später Seniorenbegegnungsstätten sein könnten. Auch wandern zurzeit mehr Bürger aus Deutschland aus, als ein. Das muss politisch Handelnden zu denken geben. Manche Kommunen tun das heute schon. Ein gutes Beispiel ist Bruchsal. Die Bertelsmannstiftung ist dort mit im Boot.
Darum werden die Freien Wähler auch einen Demografiebericht der Verwaltung einfordern. Oberbürgermeister Martin Wolff wird demnächst zu einem Treffen mit den Freien Wählern eingeladen.
Bei aller politischen Arbeit darf auch das Gesellige nicht zu kurz kommen. Darum werden die Freien Wähler am 27.5. von den Hetzenbaumhöfen zum Weingut Zerrer nach Großvillars wandern und dort zusammen mit den Kollegen aus Oberderdingen einen gemütlichen Abend bei einem Winzervesper verleben.
Ein zweiter Termin schließt sich am 19.6. an, denn da findet das Grillfest in der Saatschule statt.
Einen Internetauftritt sich professionell einzukaufen ist eine Sache, ihn aber zu pflegen, eine andere. Das geschieht hervorragend durch Bastian Pfitzner, dem Feurer dafür dankte.
Kassier Matthias Kuhn legte ein gutes Ergebnis vor. Dieses Ergebnis hatten Ernst Gropp und Markus Gerweck geprüft, der auch von einer einwandfreien Kassenführung schriftlich berichtete. Entlastet wurden der Kassier und der weitere Vorstand durch Antrag von Heinrich Pfeil, der die gute Arbeit lobte. Einstimmig konnte deshalb der Vorstand entlastet werden.
Um in den satzungsgemäßen Rhythmus wieder einzusteigen, waren Wahlen des 1. Vorsitzenden, Beisitzer, Schriftführer, Pressewart, Kassenprüfer und Kassier notwendig. Es wurde Martin Feurer gewählt. Stefan Joos wurde für ein Jahr als Beisitzer gewählt, Birgit Mergel, Gernot Fritz und Rolf Geist für zwei Jahre. Das Amt Schriftführer und Pressewart wird künftig getrennt. Heidemarie Leins wurde als Schriftführerin wiedergewählt. Hinzu kommt Jörg Beuttenmüller als Pressewart. Matthias Kuhn wurde als Kassier bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Im Anschluss berichtete Heidemarie Leins aus der Fraktionsarbeit und aus der Arbeit im Kreistag. Das erste Jahr mit einem neuen Oberbürgermeister war spannend, denn das alles beherrschende Thema war die Überplanung des Sporgassenareals. Die Einbindung des Einzelhandels, ein Gutachten, dem dieses Mal Beachtung geschenkt wird, sind die Grundlagen. Nicht nur für die Sporgasse, sondern auch für das Harschgelände. Die Fraktion hofft, dass neben den jetzt schon bestehenden Zentren, die Innenstadt mit der Ten-Brinke-Investition eine Chance bekommt. Das Mellert/Fibron-Gelände wird scheinbar scheibchenweise vermarktet. Eine Planung liegt noch nicht vor. Aber ob die angedachte Umsiedlung des ev. Altenheimes wirklich kommen wird, ist noch nicht ausgestanden.
Wichtig für Bretten ist die Eingrenzung der Spielhallen. Der Spielsucht darf kein Vorschub gegeben werden, wenn das auch die Betreiber anders sehen und damit sehr viel Geld verdient wird. Gerichtstaugliche B-Pläne müssen deshalb erarbeitet werden.
Straßenplanung und der Wunsch, endlich an die Umgehungsstraße heranzugehen, sind vorrangig, wobei alle Überlegungen auch sogleich die Gegner auf den Plan rufen. Eines ist sicher: Straßen, wie die Georg-Wörner-Straße und die Otto-Hahn-Straße, sind nicht als Spielstraßen ausgebaut, sondern so, dass sie Verkehr aufnehmen können.
Schulsozialarbeit, unverzichtbar für die Lösung des Problems Schule, sowie die Kleinkindbetreuung sind weitere wichtige Punkte. Deckelungen oder verantwortungsbewusstes Geldausgeben scheinen bei manchen Baumaßnahmen der kirchlichen Träger zu fruchten. Beim Kindergarten „Grüne Aue“ allerdings nicht, denn es liegt eine Überschreitung der Baukosten um 34 % vor. Das bedeutet erhebliche Mehrkosten für den Zuschussgeber Stadt. Leider ist der Gemeinderat auf dem Weg der Baukostenerhöhung nicht mitgenommen worden.
Die Forderung nach einem Jugendgemeinderat haben wir mitgetragen und hoffen auf ein konstruktives, inspirierendes Miteinander. Der Jugend eine Stimme geben ist bei den Altersstrukturen im Gemeinderat sicherlich notwendig.
Wichtige Entscheidungen im Kreis waren u. a. die Standortfrage für den Neubau des Kreiskrankenhauses, die leider nicht zugunsten des Mellert-Geländes ausfiel. Da wäre die neue Zufahrt durch ein Landschaftsschutzgebiet nicht nötig gewesen. Eine Straße, die von Bretten getragen wird oder vom Kreis oder von beiden?
Die Grüne Tonne ist ein Problem. Verhandlungen sind am Laufen. Der Markt ist hart umkämpft, denn Rohstoffe sind begehrt. Das ist auch gut so. Sperrmüll wird nur noch einmal im Jahr kostenfrei angeboten, auch eine Möglichkeit, die Gebühren zu reduzieren.
Es sind nur einige Punkte für die Betrachtung aus einem ganzen Gemeinderats- und Kreistagsjahr herausgepickt.
Martin Feurer informierte die Mitglieder noch über die Streitigkeiten zwischen den Freien Wählern, die Partei werden wollen und denen die ohne Parteibuch kommunalpolitisch tätig sein wollen. Auch Brettens Freie Wähler wollen keine Partei werden.
Im Anschluss folgten die Fragen und Anregungen zu dem Gesagten, und es wurde auch rege Gebrauch gemacht. Der Verkehr, das Krankenhaus, die Süd-Ost-Umgehung, der Grünschnitt bewegte die Bürger und sie bekamen Auskunft über die Meinung der Freien Wähler zu den Themen. So schloss die Mitgliederversammlung 2011.
Freie Wähler zu Besuch in Hemer
Die Freien Wähler folgten einer Einladung ihrer Kollegen von der UWG Hemer zu einer Wochenendbegegnung.
Die Einstimmung geschah in der schönen Dorfkirche in Deilinghofen mit einer Führung durch den Dorfpfarrer Dr. Lohmann und einem Minikonzert, gespielt vom Fraktionsvorsitzenden Martin Dodt.
Bürgermeister Esgen empfing die Brettener dann ganz offiziell auf dem Gelände der Landesgartenschau LGS im Grohe-Forum und berichtete von der Schnelligkeit der Umsetzung, für die der Kauf der freigewordenen Bundeswehrflächen die Grundlage bildete. Das Konzept, das geprägt ist von der Nachhaltigkeit ließ aufhorchen und neugierig machen. Es wurden Fragen zur Finanzierung gestellt. Schon jetzt ist klar, dass die veranschlagte Summe nicht ausreicht. Noch längst nicht klar ist, was mit den vielen Flächen und Gebäuden nachher gemacht werden soll. Das Stadtbild hat sich sehr verändert. Viele Industriebrachen wurden abgetragen und erfuhren eine Neuordnung. In diesem Zusammenhang kam dann auch die Rede auf Hemers neuestem Investor. Ten Brinke Bertram baut in Hemer ein Fachmarktcenter mit den bekannten Namen als Ankermieter. BM Esgen sprühte vor Überzeugung, dass die richtige Wahl getroffen wurde, nach dem im Vorfeld einige Entwickler an den komplexen Vorgängen scheiterten. Damit wird dem Kaufkraftabfluss ins benachbarte Iserlohn ein Riegel vorgeschoben. Das bezweifelten mindestens einige Gemeinderäte, da das im Dezember eröffnete Edekacenter neben dem Rathaus, bislang nicht den Erwartungen entspricht. Der Mieter macht Verluste.
Dagegen wurde der Rundgang bei schönstem Wetter durch die LGS ein Gewinn für alle Sinne. Selbstverständlich wurde das Städtemosaik besucht, auf dem sich Bretten mit Glasstelen präsentiert. Wunderschöne Spielplätze und natürlich der Jübergturm, dessen filigrane Architektur viele Licht- und Einblicke zulässt, beeindruckten die Brettener.
Bei einem kleinen Stadtrundgang, auch zum Platz des neuen Fachmarktcenters, konnten sich die Freien Wähler überzeugen, dass eine konzipierte Fußgängerzone wieder für den Verkehr geöffnet werden kann.
Mit einer Führung durch Hemers Heinrichshöhle, dem Eingang zum Felsenmeer, und der Besuch der Luisenhütte wurde das Wochenende abgerundet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Freunden der UWG und dem Versprechen eines Wiedersehens am nächsten Peter- und Paulsfest traten die Freien Wähler ihre Heimreise an.
Mitgliederversammlung der FWV 2010
Zur Mitgliederversammlung konnte der kommissarische Vorsitzende Martin Feurer der Freien Wähler (FWV) viele Mitglieder begrüßen. Bernd Diernberger legte nach seiner Wahl zum Diedelsheimer Ortsvorsteher aus zeitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder.
Diernberger blickte auf das vergangene Jahr, das geprägt von Wahlen war. Eine gute Voraussetzung war die Auftragsarbeit der FH Pforzheim, die viele Arbeiten besser strukturierten. Allein das Auftreten in der einheitlichen Farbe orange erreichte die notwendige Aufmerksamkeit. Aber kaum waren die Kommunalwahlen zu Ende, zeichnete sich dann endlich die Neuwahl des Oberbürgermeisters ab. Empfohlen von einem FWV-Mitglied, sollte mit Martin Wolff gesprochen werden. Schon beim ersten Gespräch war klar, dass das der Mann ist, den die Freien Wähler unterstützen werden, wenn er sich bewirbt. Die FWV blieb trotz mancher Bitten, anders zu entscheiden, der Unterstützungszusage treu. Darum ist man jetzt auch mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden.
Feurer überreichte Diernberger als Dank eine Designerkrawatte mit der Diedelsheimer Forelle, sozusagen eine Ortsvorsteherkravatte. 13 Jahre war Diernberger der Vorsitzende der Freien Wähler, begleitete Wahlkämpfe und jede Menge Aktivitäten. Eine davon ist besonders herauszustreichen. Seit 2003 hat Bretten weicheres Wasser. Ein Ergebnis, an dem die Freien Wähler großen Anteil haben. Heute können die Stadtwerke damit werben.
Kassier Matthias Kuhn legt ein gutes Ergebnis vor. Der Wahlkampf konnte ohne Schwierigkeiten geschultert werden. Sogar ein neuer Internetauftritt konnte von einem Profi gestaltet werden. Dieses Ergebnis hatten Ernst Gropp und Markus Gerweck geprüft, der auch von einer einwandfreien Kassenführung berichtete. Entlastet wurde der Kassier und der weitere Vorstand durch Antrag von Heinrich Pfeil, der die gute Arbeit lobte. Einstimmig konnte deshalb der Vorstand entlastet werden.
Da der 1. Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung stand, übernahm er die Wahlleitung für die Wahl zum 1. Vorsitzenden. Es wurde Martin Feurer gewählt. Markus Veit übernimmt durch Wahl das Amt des 2. Vorsitzenden. Andreas Frey wird als Beisitzer wiedergewählt und für den ausscheidenden Markus Veit kommt Bastian Pfitzer. Heidemarie Leins wurde als Schriftführerin wiedergewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Herbert Vogler berichtete von seiner Kreistagsarbeit. Der Erhalt des Krankenhauses in Bretten, und jetzt sogar der Neubau, war für ihn am wichtigsten. Genauso die Lösung des Müllproblems.
Heidemarie Leins, die Voglers Nachfolgerin ist, erlebte schon eine recht prekäre Entscheidung. DSD wollte den Vertrag zum Einsammeln des Mülls der Grünen Tonne kündigen. Das konnte gerade noch einmal abgewendet werden. Aber der Kreis muss sich Gedanken über die Verwertung weiterhin machen.
Was beschäftigte Bretten außer den Wahlen noch? Da ist z B. der Doppelhaushalt. Unnütz, so bezeichneten die FWV ihn schon bei der Aufstellung, denn es zeichnete sich dort schon ab, dass ein Nachtrag notwendig sein wird. Finanzielle und planerische Vorgaben schränken neben der abzusehenden Schieflage der Wirtschaft den speilraum ein. Nun ist es notwendig, denn die meisten Einnahmen sind doch sehr viel weniger geworden. Um ein wenig abzufedern, wird die Grundsteuer angehoben. Die Umsetzung der Vorgaben von Land und Bund sind zunehmend problematisch, so erhöhen sich die Kosten im sozialen Bereich gewaltig.
Da keiner der OB-Kandidaten und mittlerweile große Teile der Bevölkerung die Tunnellösung für gut befand, wird jetzt diese Frage noch einmal in einem Realisierungswettbewerb aufgerufen. Das Gelände Sporgasse ist jetzt mit dem Schneidergebäude zusammen zu überplanen. Ob das Edekacenter auf dem Harschareal kommen wird, ist noch nicht geklärt. Das Verfahren liegt beim Regierungspräsidium. Die Baustellen Brettens, vermutlich ohne Konventionalstrafen, wie die Geschäftsleute vermuten, machen große Probleme. Jetzt ist die Pforzheimer Straße wieder gesperrt. Verkehrsprobleme müssen angegangen werden, und nicht nur punktuelle Planungen erstellt werden.
Dürrenbüchigs Feuerwehrhaus und der Internetanschluss werden jetzt mit OB Wolff zum Ende gebracht.
Es sind nur einige Punkte für die Betrachtung aus einem ganzen Gemeinderatsjahr herausgepickt. Das letzte Jahr brachte für den Gemeinderat mancherlei Irritationen, und es war immer der Weg, nie die Sache. Das sollte der Vergangenheit angehören. So freuen sich die Freien Wähler (FWV) auf neue Gemeinsamkeiten mit den Kollegen und dem neuen Oberbürgermeister. Manches wurde gefragt und konnte beantwortet werden. So schloss die Mitgliederversammlung 2010.
Freie Wähler bei den Stadtwerken Bretten
Geschäftsführer Stefan Kleck hatte durch seine gut vorbereitete Präsentation so mancher Frage vorgebaut. Es dominierten Themen wie Beteiligungen, wie sieht ein gesunder Energiemix bzw. ein bürgerfreundlicher Service aus oder wie erreiche ich eine Kundenzufriedenheit. Wohlwissend, dass vieles nur über den Geldbeutel bestimmt wird, ist sich Kleck sicher, dass sich die Stadtwerke auch weiterhin auf dem heiß umkämpften Markt behaupten können. Das Kohlekraftwerk Brunsbüttel oder die Off-Shore-Windanlagen sind z. B. zwei der Beteiligungen, um bei der Energieerzeugung auf mehreren Beinen zu stehen. Der Energiemix bzw. das örtliche Engagement der SWB zeigt sich in Bürgersolaranlagen – eine weitere ist in Planung - oder der Wärmegewinnung aus Abwasser, dem Wärmetauscher.
Die Stadtwerke haben sich mittlerweile als regionaler Partner bewährt. Mit der einheitlichen Werbung konnte der Bekanntheitsgrad gesteigert werden, was wiederum am Zugewinn von Kunden abgelesen werden kann.
Unscheinbar ist sie. Nur der Geruch nach frischem Häckselgut aus dem 160 m³ fassenden Silo verrät die Feuerungsanlage, die das Baugebiet Steiner Pfad mit Wärme versorgt. Dass Häckselgut kommt auf kurzem Wege von einem örtlichen Unternehmer, dessen Bezahlung sich nach dem Brennwert des Materials richtet. Darüber hinaus ist er vertraglich verpflichtet, die Asche zurückzunehmen und zu entsorgen. Nach anfänglicher Skepsis überzeugte das Nahwärmekonzept auch den letzten Kritiker. Die Kapazität der Anlage reicht auch für einen weiteren Bauabschnitt.
Das Brettener Freibad ist in die Jahre gekommen und leidet an Attraktivität. Die Unterhaltungskosten werden immer teurer, und der Umweltschutz meldete sich zu Wort. So stellt sich die Frage - Sanieren oder neu bauen. Die ersten Stimmen im Aufsichtsrat könnten unterschiedlicher nicht sein; zu teuer, nicht notwendig usw. Kleck stellte dar, dass ein Neubau nur geringere Mehrkosten verursacht.
Bei Kabel- und Internetverbindungen mauserte sich die Telemaxx – eine weitere Beteiligung der SWB, für viele angesiedelten Betriebe, auch der Verwaltung, zum seriösen Partner. Doch für die Internetversorgung von Dürrenbüchig waren auch der Telemaxx Grenzen durch hohe Anmietungskosten bereits verlegter Kabel gesetzt. Es ist zu vermuten, dass sich eine erdverlegte Internetlösung in der Fläche betriebswirtschaftlich nicht darstellen lässt.
Der Brettener Wasserversorgung fühlten sich die Freien Wähler schon immer eng verbunden, was schließlich auch in 2003 nach langem Bemühen zu weicherem Wasser führte. Insofern ist es logische Konsequenz, dass man sich auch um die Historie kümmert. Inspiriert durch das Buch von Manfred Störzer „ Wasser für Bretten“ arbeitete ein Arbeitskreis unter Verwendung von historischem Kartenmaterial an einer visualisierten Darstellung der Wasserversorgung um 1900 mit den einzelnen Brunnen und den Quellen. Kleck war überrascht und erfreut, als Martin Feurer (Vorstand) und Heidemarie Leins (Fraktion) die große gerahmte Karte übergaben. Sie soll im Sitzungssaal aufgehängt werden.
Heidemarie Leins mit Kreisräten in Israel
Der Besuch der Vertreter aus den Kreistagsfraktionen in der Israelischen Partnerregion Sha’ar Hanegev diente nicht nur dem Pflanzen von Bäumen im Shikma-Trockental, wo eine groß angelegte Grünzäsur entstehen soll, sondern auch dem Treffen von Freunden, denn die Kontakte bestehen schon lange.
Der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem macht viele Handlungsweisen in Israel verständlich. Das Gedenken im „Tal der Gemeinden“ an das Auslöschen von fast 5000 jüdischen Gemeinden in Europa bleibt in Erinnerung und ist Antrieb, Frieden zu bewahren.
Mit riesigen Steinquadern aus „Jerusalem-Stein“ ist ein Labyrinth angeordnet, das immer wieder von offenen Innenhöfen unterbrochen wird. Auf diesen Quadern sind dann die Orte in hebräischer und lateinischer Schrift eingemeiselt. Kreisrätin Heidemarie Leins besuchte diesen Ort nicht nur mit der Delegation, sondern zu den Karlsruhern hatten sich Zipora Werner mit ihrer Schwiegertochter gesellt, die die Gruppe einen Tag lang begleiteten und für autenthische Antworten zur Verfügung standen. Ziporas Mutter war Bertel Hanauer, geb. Bodenheimer, aus Bretten. Die Familie hielt in den vergangenen Jahren immer Kontakt zu Bretten, zuletzt waren sie mit acht Personen auf Spurensuche in der Heimat ihrer Ahnen. Mit auf den Heimweg gaben sie, herzliche Grüße an die Brettener auszurichten.












