Bretten braucht ein Hospiz

v.l.n.r. Birgit Mergel, Martina Maier, Bernd Diernberger, Heidemarie Leins, Kathrin Breuer, Markus Gerweck

Freie Wähler Bretten unterstützen mit einer Spende

Ein Hospiz für Bretten - das war das Thema am runden Tisch im Jahr 2015 mit den in diesem Bereich Verantwortlichen. Eingeladen hatte die Stadt Bretten auf Anregung der Fraktionsvorsitzenden der FWV Heidi Leins. Den Beteiligten war klar, dass eine große Kreisstadt auch hier ein Angebot schaffen muss. Der segensreiche ambulante Hospizdienst muss hier ergänzt werden. Aber wo sollte diese Einrichtung sein? Das neue Seniorenzentrum der evangelischen Kirche 'Im Brückle' bot sich in Ergänzung zur Palliativstation in der Rechbergklinik an.

Bei der Aufstellung der nachfolgenden städtischen Haushalte war auch immer ein Antrag der FWV-Fraktion zur Einrichtung eines Hospizes dabei, der mit den Worten schloss, dass auch ein "Leben bis zum Tod" in Bretten möglich sein muss. Mittlerweile ist die Stadt Bretten mit einem Zuschuss, falls keine Belegung stattfinden sollte, beteiligt.

Es ist für die FWV ein ganz besonderes Anliegen, dass die Menschen in dieser Phase ihres Lebens in ihrer Heimatstadt Bretten bleiben können. Zeit und Nähe, auch für die Angehörigen, spielen dann eine ganz besondere Bedeutung.

Um dieses Ziel weiter voranzutreiben, unterstützten die Freien Wähler den Ökumenischen Hospizdienst Bretten im April mit einer Spende in Höhe von 1.000 €. Da die FWV ein Verein und keine Partei ist, wurde die Spende ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert. Das zeigt umso mehr, wie wichtig den Freien Wählern ihr Anliegen ist.

Im Seniorenzentrum Bretten 'Im Brückle' trafen sich die FWV mit Martina Maier, der Ansprechpartnerin und Koordinatorin des Ökumenischen Hospizdienstes Bretten (ÖHD) sowie verantwortliche Pflegekraft in der Diakoniestation Bretten. Frau Maier berichtete über die räumlichen Gegebenheiten 'Im Brückle', die für die Einrichtung eines Hospizplatzes zukünftig genutzt werden könnten. Dies wäre eventuell schon in den Sommermonaten möglich. Die Spende ist auf diesem Weg für den ÖHD ein wichtiger und willkommener Baustein.

Altenpflege – Hilfe & Pflege in Not, Markus Wilhelm und die FWV Bretten e.V. informieren

Hat immer ein offenes Ohr - Pflegeexperte Markus Wilhelm

Eines ist sicher – potenziell kann es jeden von uns treffen. Egal ob persönlich, in der Familie oder im Freundeskreis, egal ob zu Hause oder extern untergebracht und egal ob Eigenleistung oder komplette Fremdleistung eingebracht werden muss – sie brauchen eine Antwort.

„Besonders in der vergangenen Zeit kommt das Thema Pflege / Pflegebedürftigkeit langsam, aber immer wieder und immer weiter in der Gesellschaft an. Es wird in einschlägigen Sendungen des Fernsehens diskutiert, in Fachzeitschriften oder sozialen Netzwerken, um nur einige Beispiele zu nennen.“ so Markus Wilhelm, und weiter: „Wir befassen uns mit einem Thema, das meiner Einschätzung nach eine volkswirtschaftliche Tragweite einnehmen wird, von der wir heute nur eine vage Vorstellung haben.“

 

Als Kenner der Pflege möchte er auch die positiven Aspekte dieser für uns alle so wichtigen Arbeit in den Vordergrund rücken: „Wir haben zu wenig Mitarbeiter; die Mitarbeiter verdienen zu wenig Geld; die Pflege wird immer teurer; die Mitarbeiter sollten doch drei bis vier Stunden mehr arbeiten“ sind nicht die allein maßgebenden Sichtweisen, so Markus Wilhelm.

Einen echten Brettener mit bundesweiter Reputation konnte die partei- und trägerungebundene FWV Bretten e.V. zu einem Ihrer Vorträge gewinnen: Markus Wilhelm kann auf eine langjährige Tätigkeit sowohl in Bretten als auch auf eine nunmehr 12-jährige Berufserfahrung als freiberuflicher Pflegeberater zurückblicken: tiefe fachliche Kenntnisse verbunden mit positiven Aspekten der Branche werden mit dem Ziel präsentiert, für jeden Teilnehmer maximale Transparenz zu schaffen. Markus Wilhelm bringt es so auf den Punkt:„ Gerne leiste ich einen Beitrag zur Aufklärung – realistisch, ehrlich. Dies in meiner Heimatstadt tun zu dürfen freut mich besonders.“

Für Fragen stehen Markus Wilhelm und die FWV Bretten e.V. gerne zur Verfügung.

Der Vortrag findet am 05.04.2019 um 19:00 Uhr im Bürgersaal Altes Rathaus statt.

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.

Demokratisches Auswahlverfahren bei FWV Bretten - Kandidaten für Kreisrat und Stadtrat nominiert

Treten für die Freie Wähler Vereinigung Bretten e.V. an (von links): Markus Gerweck, Ioannis Papadopolous, Thomas Rebel, Ronny Winkler, Markus Veit, Matthias Kuhn, Bastian Pfitzner, Jörg Beuttenmüller, Julius Bischoff, Bernd Diernberger, Tobias Speck, Kathrin Breuer, Axel Zickwolf, Martin Feurer, Ralph Böckle, Alexander Hesse, Arndt Nissen, Bernhard Brenner. Nicht auf dem Foto: Sibille Elskamp, Beate Zonsius, Alexander Böhm, Gernot Groll, Christian Leonhard, Thorsten Schwuchow, Benjamin Simmel und Peter Weinmann. (Foto. Thomas Rebel)

In einer harmonisch verlaufenden Veranstaltung nominierte die Freie Wähler Vereinigung Bretten e.V. ihre Kandidaten für den Kreistag und den Gemeinderat. Garant hierfür bildete ein demokratisches Auswahlverfahren, bei dem jeder Anwesende in einer geheimen Wahl den Listenplatz der Kandidaten mitbestimmen konnte. Die Freien Wähler reden nicht nur von Demokratie, sondern wenden sie auch konsequent an und erteilen damit einer vorgefertigten Liste, vorbelegten Listenplätzen durch Vorstandsvorschlag oder dem „Reißverschluss-Verfahren“ eine klare Absage.

Die Kandidaten wurden nominiert für den eingetragenen Verein „Freie Wählervereinigung Bretten e.V.“ und nicht für eine Partei. Sie können damit unabhängig von einem Parteiprogramm für Bretten votieren.

Gemeinsam mit der Freien Wähler Vereinigung Gondelsheim konnte die Kreistagsliste mit zehn Bewerbern vollständig belegt werden. Angeführt wird die Liste von Oberbürgermeister Martin Wolff gefolgt von Heidemarie Leins, Sibille Elskamp, Christoph Brauch und Manfred Boos aus Gondelsheim, Markus Veit, Markus Gerweck, Martin Feurer, Arndt Nissen und Kathrin Breuer.

Für die Wahl zum Gemeinderat der Stadt Bretten setzt sich die Kandidatenliste der FWV wie folgt zusammen: Bernd Diernberger, Markus Gerweck, Bernhard Brenner, Kathrin Breuer, Arndt Nissen, Sibille Elskamp, Julius Bischoff, Thomas Rebel, Martin Feurer, Benjamin Simmel, Bastian Pfitzner, Alexander Böhm, Matthias Kuhn, Ioannis Papadopoulos, Ronny Winkler, Markus Veit, Jörg Beuttenmüller, Tobias Speck, Alexander Hesse, Peter Weinmann, Axel Zickwolf, Ralph Böckle, Beate Zonsius, Gernot Groll, Christian Leonhard und Thorsten Schwuchow.

Die Kandidaten für die Wahl der Ortschaftsräte wurden jeweils in einer separaten Veranstaltung nominiert.

Mitgliederversammlung 2019

Der neu gewählte Vorstand der FWV Bretten e.V. (v.l.nr): Benjamin Simmel, Kathrin Breuer, Jörg Beuttenmüller, Brit Veith, Matthias Kuhn, Birgit Mergel, Martin Feurer, Arndt Nissen, Heidemarie Leins, Peter Weinmann und Ralf Böckle (es fehlen: Prof. Reich, Markus Veit)

Der Vorsitzende Martin Feurer konnte am 18. Januar zahlreiche Mitglieder zur Versammlung der Freien Wähler Vereinigung Bretten e.V. begrüßen, darunter auch Mitglied OB Martin Wolff. Nach einleitenden Worten wurde dem Gründungsmitglied der heutigen Freien Wählervereinigung, Hansgeorg Giesche aus Ruit gedacht, der erst vor kurzem verstorben war. Er war ein Mann der ersten Stunde und Mitglied seit 1974.

In seinem Bericht ging Feurer auf die wesentlichen Aktivitäten der FWV im vergangenen Jahr ein. 

  • Mit der Einführung der "Datenschutz-Grundverordnung" sah die FWV einen immensen Wissens- und Regelungsbedarf auf die Brettener Vereine zukommen. Daher initiierte die FWV eine Informationsveranstaltung bei der Stadt, die die Verwaltung dann auch mit großer Nachfrage seitens der Vereine durchführte.
  • Beflügelt von der Idee und vielen positiven Erfahrungen bei der Mitgestaltung des Familiensporttages 2017 "Im Grüner", sowie der Tatsache, dass dieses Thema die Brettener nachhaltig bewegt und den Freien Wählern die Entwicklung "In der Eng" als Freizeitmagnet sehr am Herzen liegt ("Naturerlebnispark Bretten"), beabsichtigte die FWV für 2019 dort einen *Familientag* für Familien mit Kindern und Junggebliebene zu organisieren.
  • Arndt Nissen, 2. Vorsitzender der Freien Wähler, berichtete von mehreren gemeinsamen Treffen mit dem Brettener Jugendgemeinderat. "Bei einigen Themen werden die Freien Wähler den JGR aktiv unterstützen", so Nissen weiter, und "der JGR möchte selbst aktiv an der Gestaltung des Familientags mitarbeiten."
  • Viel Lob erfuhren die FWV durch ihr Verkehrskonzept "Quartiersumfahrung" zur Wilhelmstraße. Nicht nur wegen der platzierten Ideen, sondern auch wegen der Veranschaulichung und Darstellung sowie der Einfachheit der Gedanken. Dies zeigte sich erneut auf unserem *Marktplatzstand und in der Online-Umfrage*.
  • Der von der FWV aktiv unterstützte *Breitbandausbau* nimmt endlich konkrete Formen an.
  • Mit einem organisatorischen Ausblick auf die kommenden Gemeinderatswahlen und der damit verbundenen Termine beendete Feurer dann seine Rede.

 

Georg Haag und Markus Veit konnten dem Kassier Matthias Kuhn eine perfekte Führung der Vereinskasse bescheinigen. Damit wurde dann von Heinz-Dieter Fritz die Entlastung des Vorstands der FWV beantragt und diesem dann von der Versammlung einstimmig zugestimmt.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Martin Feurer als 1. Vorsitzender, Heidemarie Leins als Schriftführerin, Matthias Kuhn als Kassenwart Kassier, Birgit Mergel, Kathrin Breuer und Benjamin Simmel als Beisitzer sowie Professor Ulrich Reich als Kassenprüfer gewählt.

OB Martin Wolf berichtete in Schwerpunkten über die verschiedenen Themen des Kreistags. Die Fraktion der FWV im Kreistag arbeitete in der aktuellen Legislaturperiode rege an verschiedensten Themen. Neben den Jahresabschlüssen für die Gesellschaften des Landkreises und der Planungen für das neu zu errichtende Landratsamt wurden Beschlüsse für die Einführung der Biotonne um Landkreis gefasst. Diese soll auf freiwilliger Basis der Privathaushalte eingeführt und die kompostierbaren Rest-Materialen einem neuen sinnvollen Kreislauf zugeführt werden. Bei den Haushaltsplanungen für das neue Geschäftsjahr wurde unter anderem der weitere Ausbau der Berufsschulen, das Integrationsmanagement für Asylbewerber und Flüchtlinge sowie Organisatorisches rund um Obdachlose und Menschen aus prekären Wohnsituationen behandelt sowie die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts und die Höhe der Abfallgebühren diskutiert und beschlossen werden.

Anschließend berichtete GR Heidemarie Leins über Schwerpunkte des Gemeinderatsarbeit der Fraktion.

So galt es mehrere Bebauungspläne auf den Weg zu bringen, den sozialen Wohnungsbau zu fördern und aktuell sich in der Bebauung befindliche Areale einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Allesamt keine einfachen Themengebiete verbunden mit teilweise sehr emotionalen Diskussionen. Unter ständiger Interessensabwägung musste zum Schluss immer ein Konsens gefunden werden, um damit dann einen gemeinsamen Beschluss zu ermöglichen. Das Verkehrsproblem in Bretten sowie die Diskussionen rund um das zu erstellende "Mobilitätskonzept" verfolgte die Fraktion sehr aufmerksam und will dieses Thema auch zukünftig weiter aktiv gestalten. Weiterhin hatte sie ein sensibles Augenmerk auf Punkte wie das Stadtmarketing im Allgemeinen sowie spezielle städtische Entwicklungen, beispielsweise rund um Buchhandlungsangebote. In den Haushaltsberatungen für die kommenden Monate wurden unter anderem Maßnahmen zugunsten der Naherholungsmöglichkeiten "In der Eng" beim Waldtierpark und Seilrutschpark von der FWV eingefordert. Die FWV erhoffte sich damit eine Weiterentwicklung des "Naturerlebnisparks Bretten". So sind die bestehenden Parkplatzkapazitäten wesentlich zu erweitern und als Übergangslösung dringend eine mobile Toilettenanlage bereitzustellen. Auch die verkehrsseitige Anbindung des Areals an die Landesstrasse gilt es mit einem separaten Rad- und Fußweg deutlich zu verbessern. Darüber hinaus waren die Gründung eines Hospizes in Bretten, die Schaffung eines "Seniorenrats" sowie die frühzeitige Realisierung "kleinerer verkehrstechnischer Lösungen" bis zur Umsetzung eines Mobilitätskonzepts wichtige Themen der FWV-Fraktion.

Eine anregende Diskussionsrunde um aktuelle Themen in der Kernstadt sowie den Ortsteilen rundete die Veranstaltung ab.