Jugendliche vermissen Eislauffläche - FWV auf der Suche nach Alternativen

Einige Anfragen sind zu diesem Thema hierzu bei der FWV eingegangen seit Bekanntwerden, dass die Eislaufbahn einem Riesenrad weichen wird. Für viele Junge und Junggebliebene hat es sich schon eingebürgert – das alljährliche Eislaufen mitten in der Stadt. Eine willkommene Abwechslung insbesondere für Schüler und Jugendliche. Umso enttäuschender fielen die Reaktionen aus auf die geänderten Pläne der Stadt. „Damit verliert der Weihnachtsmarkt eine wesentliche Attraktion und willkommener Anlass um in die Innenstadt zu gehen und sie zu beleben“, so der einhellige Tenor vieler.

Müssen wir deshalb auf das Eislaufen verzichten? Nein, so die Meinung der Freie Wählervereinigung Bretten e.V. (FWV). Realisierbar ist dies allemal – andere Gemeinden machen es uns vor. Mit etwas Gestaltungswille und Gemeinsinn ließe sich dies für Bretten auch noch diesen Winter realisieren. An günstig gelegenen Plätzen mangelt es in Bretten sicherlich nicht. Ein gutes Thema für Bretten und zum Wohle der Jugend noch dazu. Die Freien Wähler werden dieses Thema weiter verfolgen. Auf seiner Webseite stellt die FWV eine erste „Bauanleitung“ vor. Für weitere Vorschläge, Kritik und Ideen stehen sie gerne zur Verfügung.

"Bauanleitung":
- Styroporplatten um bei befestigtem Untergrund eine Dämpfung (bei Sturz) zu erreichen
-ausreichend große Folie
-Strohballen als Begrenzer, über die dann die Folie geschlagen wird
-Wasser bringt die Feuerwehr
-2-3 Wochen Frost, damit sich der Aufwand rentiert
-guten Kontakt zum Wetterdienst
-sowie einer Hand voll freiwilliger Helfer beim Auf- und Abbau

In Scheessel wurde eine solche Aktion bereits erfolgreich umgesetzt.
=> hier gehts zum entsprechenden Artikel im Onlineauftritt der Kreiszeitung

Anregungen? Vorschläge? Wünsche?
=> hier gehts zum Kontaktformular

OB Wolff bei den Freien Wählern

Am runden Tisch trafen sich der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff mit der FWV/Freien Wähler Vereinigung Bretten e. V. Die Mitglieder waren eingeladen, so dass in der Fanfarenschänke eine diskussionsstarke und wissbegierige Gemeinschaft zusammengekommen war. In seinem Vortrag konnte OB Wolff den Teilnehmern glaubhaft vermitteln, dass er es mit seinem Wahl-Slogan „Unser Bretten weiterbringen“ ernst meint und in konkreten Projekten bereits erste „Pflänzchen“ gesetzt hat die jetzt weiter wachsen müssen.

Hinter allen diskutierten Themen verbirgt sich die Ausrichtung auf „Brettens Zukunft“ – auch einem thematischen Schwerpunkt der Freien Wähler. So konnte Martin Wolff mit Details zur Bevölkerungsstruktur Brettens bis in das Jahr 2030 aufwarten und daraus dann Maßnahmen für alle relevanten Bereiche der Kommune ableiten.

Neben allen Ideen und Visionen ist der Haushalt der Grossen Kreisstadt das Maß aller Dinge. Das Credo heißt also Sparen, bei gleichzeitiger Investition in wertschöpfende Maßnahmen, darüber waren sich alle Teilnehmer einig. Schließlich geht es hier auch darum, zukünftigen Generationen finanzielle Handlungsspielräume zu erhalten und den Status Mittelzentrum zu wahren.

Neben der Verbesserung der Einzelhandelsstruktur ist dabei die Steigerung der Wohnkultur bis hin zu betreutem Wohnen und zusätzlichen Pflegeeinrichtungen essenziell. Wolff ist sich sicher, dass der private Investor Ten Brinke gute Magneten bringen wird. Dazu gehört für die FWV allerdings auch ein attraktiver Lebensmittler. Von einem noch zu erarbeitenden „Wohnraum-Leerstandsmanage-ment“ erhofft sich die Stadt eine bessere Steuerung des Wohnraumangebots. Bis zur Fertigstellung des Sporgassenprojekts will Bretten die Hoheit über die Bundesstraße am Marktplatz erhalten und die Zuständigkeit des Bundes auf eine andere Verkehrs-Trasse verlegen, so Wolff. Bei der Aufgabenteilung zwischen Stadtteilen und der Kernstadt wurden unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht. Künftig zwingend zentral durchzuführende Leistungen, wie z. B. in der Friedhofsverwaltung stoßen in den Stadtteilen auf wenig Gegenliebe, da vor Ort ein besserer Kenntnisstand vorliegt.

Anschließend wurde über Brettens Industrie- und Dienstleistungsstrukturen gesprochen. Bretten kann hier mit einer agilen Wirtschaftsförderung aufwarten – Ziel sind einerseits Leistungen zur Bestandswahrung und andererseits die Ansiedelung passender Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Gedanken machten sich die Teilnehmer auch um zukünftige Gewerbeflächen.

Die Aufstellung eines klaren und zielgerichteten Verkehrswegekonzepts für Bretten gestaltet sich sehr schwierig: die angespannte Haushaltslage von Bund und Land, der Wettbewerb mit anderen bedürftigen Gemeinden und deren Planungen vor dem Hintergrund, dass der Verkehr weiter ansteigen soll, führt dazu, dass Besserung in Bretten nur in kleinen Schritten und im Bündnis mit Nachbarkreisen erreichbar ist.

Zum Schluss dankte der Vorsitzende Martin Feurer den Anwesenden für die engagierte Diskussion und OB Wolff für den partnerschaftlichen Gedankenaustausch, der fortgeführt werden soll.

Eine historisch attraktive Altstadt macht noch keinen Sommer

Auf einen Blick: voller Parkplatz des Besuchermagnets Waldtierpark und wertvolle Fläche zur Entwicklung weiterer interessanter Freizeitaktivitäten für Jung und Alt.

Nachdem die Urlaubszeit nun zu Ende ist, ist es genau der richtige Moment einen Rückblick zu wagen, wie viel Urlaub in Bretten möglich ist.

Neben positiven Entwicklungen wie beispielsweise Ferienfreizeitprogramme und unser neues Freibad, haben wir große Defizite zu verzeichnen: Beispielsweise fällt auf, daß Campern mangels Platzangebot einen großen Bogen um die Stadt machen. Desweiteren gibt es rund ums „E-Bike“ im Brettener Raum keine Konzeption, was gerade die zahlungskräftigen Senioren in Bewegung bringt. Für einen Verlust an attraktiven Freizeitangeboten ist das Indianermuseum ein Beispiel.

Ebenso müssen wir mit Missfallen feststellen, dass Minigolfanlagen aus der Region massiv plakatieren und um die Gunst der Brettener werben. Warum nicht in Bretten? Mit einer Minigolfanlage wäre Bretten um eine wesentliche Attraktivität für Jung und Alt reicher. So eine Anlage könnte das bisherige Freizeitangebot im Waldtierpark, bestehend aus dem Streichelzoo mit dem neu eingerichteten Waldspielplatz und dem Waldlehrpfad ergänzen. Als weitere Attraktionen können sich die Freien Wähler einen Barfußpark, Pflanzenlabyrinth, Waldwipfelpfad und Trimm-Parkuren gut vorstellen. Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur ist dort geschaffen, das gesamte Areal bietet reichlich Potential für weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Der Tourismus und die Freizeitangebote einer Stadt werden in der Zukunft ein wesentlicher Standortfaktor auch für die ortsansässigen Betriebe darstellen. Spätestens seit die Demografie rückläufige Bevölkerungszahlen beschert und das Buhlen um junge Familien und Arbeitskräfte bereits begonnen hat, wird die Zukunftsfähigkeit Brettens auch durch seinen Freizeitwert bestimmt.

Bildungs- und Teilhabepaket - Chance für Vereine

Rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 18 Jahre aufgrund des am 1. April in Kraft getretene Bildungs- und Teilhabegesetz einen Rechtsanspruch aufs „Mitmachen“. Sei es bei Schulausflügen, beim Mittagessen in Kita oder Schule, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen oder Gruppen. Das neue Bildungspaket der Bundesregierung unterstützt 2,5 Mio. Kinder und Jugendliche, die in einkommensschwachen Familien leben.

Die ungünstige materielle häusliche Ausgangsbasis darf für junge Menschen kein Hinderungsgrund sein, am gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben und den sonst üblichen Aktivitäten von Gleichaltrigen teilzunehmen. Dabei steht gerade der Sport für Integration und Gleichheit und bietet deshalb den vielfältigen Vereinen angesichts zurück gehender Mitgliederzahlen, Nachwuchsschwierigkeiten und der Aussetzung von öffentl. Fördergeldern eine neue Perspektive.

Gemäß dem Gesetzgeber liegt die Trägerschaft für das Bildungs- und Teilhabepaket in der Verantwortung der Kommunen, da sie die vorhandenen Strukturen und sozialen Netzwerke kennt sowie die Erfahrung im Umgang mit hilfebedürftigen Kindern am Besten hat. Das trifft auch auf Bretten zu! Ausserdem sind die neuen Leistungen so miteinander zu verzahnen, dass keine Parallelstrukturen entstehen.

Die Stadt als Träger der Leistungen kann jedoch das Gesetz nicht alleine umsetzen. Sie muss dabei mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten. Hierbei gibt es aber noch große Unkenntnis bei den möglichen Institutionen. Deshalb empfehlen die Freien Wähler (FWV) eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Auch die betroffenen Eltern sollten in einem offenen Brief über die Angebote in der Stadt Bretten Kenntnis bekommen und die Zuständigkeiten im Rathaus kennen.

weitere Infos:
Auszug Handbuch für den VereinsVorsitzende
Quelle: www.vereinswelt.de

Aufruf des Oberbürgermeisters Martin Wolff auf der Homepage der Stadt Bretten
Quelle: www.bretten.de

Information des Landratsamt Karlsruhe
Quelle: www.landkreis-karlsruhe.de

Mitgliederversammlung 2011

Zur Mitgliederversammlung konnte der Vorsitzende Martin Feurer der Freien Wähler (FWV) viele Mitglieder begrüßen. Nach dem Totengedenken ließ Martin Feurer das vergangene Jahr noch einmal gedanklich vorbeiziehen.

Da sind besonders die Einladung an die Einzelhändler zu sehen, um deren Probleme aus ihrem Mund zu hören, der Ausflug nach Hemer zur Landesgartenschau sowie der Vortrag der Zukunftsforscherin Dr. Cuhls von der Frauenhofergesellschaft zu nennen. Der 2. Vorsitzende Markus Veit erläuterte dann die wesentlichen Aussagen zur „Zukunft Kommune“. Es überraschte die Verantwortlichen, wie wenig Interesse an diesem für uns alle wichtigem Thema gezeigt wurde. Die demografische Entwicklung dürfen ganz besonders Gremien, die Entscheidungen in allen Bereichen treffen, wie Gemeinderat und Verwaltung, nicht ignorieren. 2030 werden 47 % der Bürger zwischen 30 – 50 Jahre alt sein und 2050 werden 44 % nur noch erwerbstätig sein. Der „Altersdöner“ darf nicht irgendwann ein Thema sein, sondern jetzt. Konsequenz  wäre z. B., Kindergärten jetzt so zu bauen, dass sie später Seniorenbegegnungsstätten sein könnten. Auch wandern zurzeit mehr Bürger aus Deutschland aus, als ein. Das muss politisch Handelnden zu denken geben. Manche Kommunen tun das heute schon. Ein gutes Beispiel ist Bruchsal. Die Bertelsmannstiftung ist dort mit im Boot.

Darum werden die Freien Wähler auch einen Demografiebericht der Verwaltung einfordern. Oberbürgermeister Martin Wolff wird demnächst zu einem Treffen mit den Freien Wählern eingeladen.

Bei aller politischen Arbeit darf auch das Gesellige nicht zu kurz kommen. Darum werden die Freien Wähler am 27.5. von den Hetzenbaumhöfen zum Weingut Zerrer nach Großvillars wandern und dort zusammen mit den Kollegen aus Oberderdingen einen gemütlichen Abend bei einem Winzervesper verleben.

Ein zweiter Termin schließt sich am 19.6. an, denn da findet das Grillfest in der Saatschule statt.

Einen Internetauftritt sich professionell einzukaufen ist eine Sache, ihn aber zu pflegen, eine andere. Das geschieht hervorragend durch Bastian Pfitzner, dem Feurer dafür dankte.

Kassier Matthias Kuhn legte ein gutes Ergebnis vor. Dieses Ergebnis hatten Ernst Gropp und Markus Gerweck geprüft, der auch von einer einwandfreien Kassenführung schriftlich berichtete. Entlastet wurden der Kassier und der weitere Vorstand durch Antrag von Heinrich Pfeil, der die gute Arbeit lobte. Einstimmig konnte deshalb der Vorstand entlastet werden.

Um in den satzungsgemäßen Rhythmus wieder einzusteigen, waren Wahlen des 1. Vorsitzenden, Beisitzer, Schriftführer, Pressewart, Kassenprüfer und Kassier notwendig. Es wurde Martin Feurer gewählt. Stefan Joos wurde für ein Jahr als Beisitzer gewählt, Birgit Mergel, Gernot Fritz und Rolf Geist für zwei Jahre. Das Amt Schriftführer und Pressewart wird künftig getrennt. Heidemarie Leins wurde als Schriftführerin wiedergewählt. Hinzu kommt Jörg Beuttenmüller als Pressewart. Matthias Kuhn wurde als Kassier bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Im Anschluss berichtete Heidemarie Leins aus der Fraktionsarbeit und aus der Arbeit im Kreistag. Das erste Jahr mit einem neuen Oberbürgermeister war spannend, denn das alles beherrschende Thema war die Überplanung des Sporgassenareals. Die Einbindung des Einzelhandels, ein Gutachten, dem dieses Mal Beachtung geschenkt wird, sind die Grundlagen. Nicht nur für die Sporgasse, sondern auch für das Harschgelände. Die Fraktion hofft, dass neben den jetzt schon bestehenden Zentren, die Innenstadt mit der Ten-Brinke-Investition eine Chance bekommt. Das Mellert/Fibron-Gelände wird scheinbar scheibchenweise vermarktet. Eine Planung liegt noch nicht vor. Aber ob die angedachte Umsiedlung des ev. Altenheimes wirklich kommen wird, ist noch nicht ausgestanden.

Wichtig für Bretten ist die Eingrenzung der Spielhallen. Der Spielsucht darf kein Vorschub gegeben werden, wenn das auch die Betreiber anders sehen und damit sehr viel Geld verdient wird. Gerichtstaugliche B-Pläne müssen deshalb erarbeitet werden.  

Straßenplanung und der Wunsch, endlich an die Umgehungsstraße heranzugehen, sind vorrangig, wobei alle Überlegungen auch sogleich die Gegner auf den Plan rufen. Eines ist sicher: Straßen, wie die Georg-Wörner-Straße und die Otto-Hahn-Straße, sind nicht als Spielstraßen ausgebaut, sondern so, dass sie Verkehr aufnehmen können.

Schulsozialarbeit, unverzichtbar für die Lösung des Problems Schule, sowie die Kleinkindbetreuung sind weitere wichtige Punkte. Deckelungen oder verantwortungs­bewusstes Geldausgeben scheinen bei manchen Baumaßnahmen der kirchlichen Träger zu fruchten. Beim Kindergarten „Grüne Aue“ allerdings nicht, denn es liegt eine Überschreitung der Baukosten um 34  % vor. Das bedeutet erhebliche Mehrkosten für den Zuschussgeber Stadt. Leider ist der Gemeinderat auf dem Weg der Baukostenerhöhung nicht mitgenommen worden.

Die Forderung nach einem Jugendgemeinderat haben wir mitgetragen und hoffen auf ein konstruktives, inspirierendes Miteinander. Der Jugend eine Stimme geben ist bei den Altersstrukturen im Gemeinderat sicherlich notwendig.

Wichtige Entscheidungen im Kreis waren u. a. die Standortfrage für den Neubau des Kreiskrankenhauses, die leider nicht zugunsten des Mellert-Geländes ausfiel. Da wäre die neue Zufahrt durch ein Landschaftsschutzgebiet nicht nötig gewesen. Eine Straße, die von Bretten getragen wird oder vom Kreis oder von beiden?

Die Grüne Tonne ist ein Problem. Verhandlungen sind am Laufen. Der Markt ist hart umkämpft, denn Rohstoffe sind begehrt. Das ist auch gut so. Sperrmüll wird nur noch einmal im Jahr kostenfrei angeboten, auch eine Möglichkeit, die Gebühren zu reduzieren.

Es sind nur einige Punkte für die Betrachtung aus einem ganzen Gemeinderats- und Kreistagsjahr herausgepickt.

Martin Feurer informierte die Mitglieder noch über die Streitigkeiten zwischen den Freien Wählern, die Partei werden wollen und denen die ohne Parteibuch kommunalpolitisch tätig sein wollen. Auch Brettens Freie Wähler wollen keine Partei werden.

Im Anschluss folgten die Fragen und Anregungen zu dem Gesagten, und es wurde auch rege Gebrauch gemacht. Der Verkehr, das Krankenhaus, die Süd-Ost-Umgehung, der Grünschnitt bewegte die Bürger und sie bekamen Auskunft über die Meinung der Freien Wähler zu den Themen. So schloss die Mitgliederversammlung 2011.