Neues Verkehrskonzept Kraichgaucenter

Aus Sicht der Freien Wähler ist eine neue Verkehrsführung unumgänglich, da die direkt vor den Märkten verlaufende Fahrgasse gleichzeitig mehrere Gefahrenstellen aufweist. Diese gilt es auszuschalten sowie entspannteres Einkaufen möglich zu machen. Näheres siehe im Konzept - hier als Download

Presseartikel Kraichgau-News:

http://kraichgau.news/bretten/verkehr/freie-waehler-bretten-wollen-dialog-ueber-verkehr-am-kraichgau-center-d4969.html

Zufälle gibt’s, die gibt es gar nicht, so sagt man

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Seilrutschenpark vorgestellt und zum ersten Mal sah der Gemeinderat und die Bevölkerung, was denn "da draußen" in der Eng eigentlich passieren soll, von dem jeder spricht.

Ich blende zurück: Wahlen 2014. Unser Thema für diese Wahl war der weiche Tourismus. Natürlich nicht so genannt, aber doch im Programm für die Wahlen so umgesetzt. Gespräche mit der Verwaltung und mit der Familie Willig vom Tierpark standen im Vordergrund. Nach dem Presseauftritt erhielten wir viel Lob für die Planung. Alles, was "da draußen" in der Eng angelegt werden sollte, muss im Zusammenspiel mit dem Tierpark funktionieren. Synergien müssen entstehen. Der bewirtschaftende Bauer wurde in die Überlegungen eingebunden, um seine Meinung befragt. Was sollte entstehen? Eine Minigolfanlage, die andernorts besichtigt wurde, hat den Effekt, dass Jung und Alt (Man beachte den demografischen Wandel!) davon profitieren und gut auch vom Kassenhäuschen des Tierparks aus mit zu bedienen. Ganz wichtig waren in unserer Planung auch einige Schlafplätze, z. B. in Baumhäusern oder Röhren. Der Radtourismus nimmt zu und wird im Kraichgau auch sehr gefördert, doch nicht jeder will sich ein Hotelzimmer leisten. Diese urigen, einfachen Unterkünfte funktionieren gut. Familien haben hier kurzfristig Landleben pur.

Unsere mehrmaligen Gespräche beim Stadtplaner endeten letztendlich immer mit der Aussage, wir müssen erst schauen, was wir mit dem Hochwasserschutz an dieser Stelle machen. Aber die Verwaltung sah es auch so, dass eben nur dort etwas für den verstärkten Freizeitwunsch der Bevölkerung getan werden muss, zumal dort das Tierparkangebot schon besteht. Die FWV war in diesen Gesprächen ein Sprecher der älter werdenden Bevölkerung bzw. Familien. Darum wurde der tolle Spielplatz auch einbezogen, aber auch ein Spielgerät für die Kleinen gefordert. Natürlich wurde an die Ausgleichsmaßnahme für den Rüdtwald gedacht und den Grillplatz angemahnt. Das hat allerdings nur wenig Gegenliebe gebracht, denn es fehlt die soziale Kontrolle.

Das waren die Fakten, die auch zum einen oder anderen Antrag führten. Leider, da wegen des Hochwasserschutzes die Sache von der Verwaltungsseite nicht unterstützt, wollte auch von den Kollegen niemand diesen Weg mitgehen. Hier wäre ein Gesamtkonzept, von dem am Dienstag so die Rede war, vorgelegen, das diskutiert hätte werden können. Allerdings wird das Rad auch nicht runder, wenn dann eine andere Fraktion ein Jahr später Pläne auf den Tisch legt, die schon längst da waren. Man hätte hier schon vor einigen Jahren gemeinsame Sache machen können.

Zurück zum Anfang: Es ist eine Supersache, was uns da am Dienstag vorgestellt, wurde; alles vor dem Hintergrund der Gespräche mit der Familie Willig. Wir freuen uns über den Zufall Coenen, um nun ins Vergnügen zu rutschen, der 2. Baustein in der Eng.

Hier geht's nochmal zu unserem Vorschlag

Ernsthafte Konsequenzen ohne Breitband - Historische Melanchthonstadt Bretten verbleibt im Mittelalter der digitalen Neuzeit

„Es reicht mir doch alles wie es ist“, bekommen die Freien Wähler oft zu hören. Dabei hoffen viele Bürger auf die Investitionskraft der öffentlichen Hand – die es so aber nicht mehr geben wird. Die FWV ist sich sicher, dass die Chance der Realisierung mit der BBV einmalig und die Ausbautechnologie gegenwärtig unbestritten ohne Konkurrenz ist. Das Risiko für die Bürger ist gleich Null ! Wir sehen die Gefahr einer Zweiklassengesellschaft, die einen mit und die anderen ohne Anschluss an überregionale schnelle Datennetze – wer das heute nicht erkennt verschläft die Zukunft, so die Freien Wähler. Genau wie Bernd K. und Laura P. im Jahre 2025. Beide hatten sich vor rund 9 Jahren erfolgreich, wie sie damals meinten oder aus mangelnder Interesse, gegen die Breitbandversorgung gestemmt. Für beide hat das jetzt ernsthafte Konsequenzen: 

Bernd K. ist erfolgreich in seinem Job. Er gehört zur gehobenen Einkommensschicht und ist für seinen Arbeitgeber mit Sitz in Gölshausen viel unterwegs. Um Beruf und Familie besser vereinen zu können, möchte er auf das Angebot seines Chefs zurückkommen und Treffen mit Geschäftspartnern via Videokonferenz durchführen. Zu seinem Leidwesen brechen die Audio- und Videoübertragungen mehrmals unabhängig voneinander ab. Für ihn bedeutet dies wieder mehr Reisen und Staus sowie weniger Familie. Endlich kann sich Bernd K. über eine anstehende Reorganisationen in seinem Betrieb freuen. Durch zusätzliche Personaleinstellungen könnte er endlich seine horrenden Überstunden abbauen. Dabei schwebt dem Betrieb eine digitale Vernetzung der Home-Office-Arbeitsplätze vor und reduziert damit die Präsenz im Betrieb. Nur 2-3 mal Treffen im Betrieb ist ausreichend. Der Betrieb rechnet ihm vor, dass damit ein Bürogebäude eingespart werden kann. Die Stellen gibt es dann aber leider doch nicht am Standort Bretten, sondern können nur in Bruchsal wegen der dortigen Verfügbarkeit eines leistungsfähigen Breitbanddatennetzes zur Verfügung gestellt werden. 

Laura P. hat es schlechter erwischt als Bernd K. – sie war zeitlebens gesundheitlich etwas eingeschränkt und ist schlecht zu Fuß. Als Alleinstehende und mit kleiner Rente ist sie für den Arztbesuch abhängig auf die von der GKV getragenen Kostenübernahmen der Krankenfahrten. Da diese Leistungen aufgrund der demografischen Entwicklung gestrichen wurden ist sie heute auf den Videochat mit dem Arzt angewiesen. Gerade wegen der Telemedizin hat Ihr Enkel Gott-sei-Dank einen Computer eingerichtet und ihr alles erklärt. Es schmerzt sie nur, daß der Kontakt mit dem Arzt oft mitten im Gespräch abbricht, weil das Datennetz von Bretten den Anforderungen nicht standhält.

Mit ihren Freundinnen ging Sie früher gemeinsam durch dick und dünn und sie haben sich gegenseitig besucht. Das geht heute nicht mehr, aber um Kontakt zu halten verabreden sie sich im gemeinsamen „virtuellen“ Wohnzimmer über das Datennetz. Einfach verblüffend, welche Qualität die heutigen Minikameras bieten. Nur Laura P. ist es nur ab und zu gegönnt teilzunehmen – sie hat nur begrenzte Zugangsmöglichkeiten wegen den schlechten Übertragungsgeschwindigkeiten. Hätte ich doch damals auf meine Tochter gehört und dem Ausbau des Breitbandnetzes unterstützt. Aber zum damaligen Zeitpunkt war es Laura P. ganz und gar ausreichend. 

Anhand beider fiktiver Beispiele wollen die Freien Wähler zeigen, dass ein Wandel Sinn hat und auch nicht aufzuhalten ist - allerdings gilt auch hier der Spruch: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." So der Bürger sich der Chance verweigert, wird er die Konsequenzen zu tragen haben: eine Realisierung durch unsere Stadt kostet zweistellige Millionenbeträge, die dann an anderer Stelle fehlen werden. Und wird damit diejenigen treffen, die heute von Brettens Budgets profitieren!

Mitgliederversammlung - Arndt Nissen folgt auf Bernd Diernberger als neuer zweiter Vorsitzender im Vorstand der Freien Wähler Bretten

Freuen sich (von links) mit dem neuen 2. Vorsitzenden Arndt Nissen: Birgit Mergel, Martin Feurer, Ralf Böckle, Matthias Kuhn, Peter Weinmann, Heidemarie Leins, Jörg Beuttenmüller und OB Martin Wolff

Martin Feurer, der 1. Vorsitzende der Freien Wählervereinigung Bretten e.V. - FWV, konnte eine gut besuchte Jahreshauptversammlung eröffnen. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit und dem Gedenken an die 2015 Verstorbenen ließ Feurer das vergangene Jahr Revue passieren. Im Jahresrückblick, stellte Feurer fest, daß viele Themen angepackt wurden, zu denen die FWV öffentlich Stellung bezogen. Unter anderen waren dies der Einsatz für "Freizeit und Familie" mit neuen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Gebiet "In der Eng" beim Waldtierpark innerhalb eines Naturerlebnisparks sowie im Gebiet entlang der Weissach. Hier sucht die FWV den Schulterschluß zu einem Familien Aktionstag mit den ansässigen Vereinen sowie der Stadt während der Sportwoche zum Stadtjubiläum 2017. Um den präventiven Hochwasserschutz weiter voranzutreiben organisierte die FWV eine Informationsfahrt zum "Zweckverband Hochwasser Elsenz-Schwarzbach. Neben technischen Sachverhalten erhielten die Teilnehmer dort Einblick in Vorgehensweisen und geschaffene Verwaltungsstrukturen. Die FWV wollen deshalb die Gründung eines Zweckverbandes bald umgesetzt wissen. Teilgenommen hatten Teile der FWV Bretten auch am "Forum Jugend & Politik" des Landesverbands der Freien Wählervereinigungen Baden-Württemberg zu einem Informationsaustausch: Jugendbeteiligung in der Kommune hat viele Gesichter und wird mit dem Brettener Jugendgemeinderat gelebt. Die FWV dankte OB Martin Wolff für sein Engagement in dieser Sache, entspricht es doch dem Geist der Freien Wähler, neben der beruflichen und privaten Herausforderung zusätzlich noch etwas für das Allgemeinwohl unserer Stadt zu tun. Positives hatte auch Matthias Kuhn als Kassier parat, zusätzlich bescheinigten die Kassenprüfer ihm eine einwandfreie Kassenführung. Damit konnte Manfred Hartmann für die gesamte Vorstandschaft die Entlastung beantragen. Mit der Annahme durch die Mitgliederversammlung konnte ein erfolgreiches Jahr für die FWV abgeschlossen werden. Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen trat Bernd Diernberger als 2. Vorsitzender nicht mehr an. An seine Stelle wurde Arndt Nissen einstimmig gewählt. Jörg Beuttenmüller wurde erneut in das Amt des Pressewarts sowie Brit Veith, Ralph Böckle und Peter Weinmann als Beisitzer gewählt. Als Kassenprüfer fungiert mit Georg Haag nun Rüdiger Leins. OB Martin Wolff berichtete über die Kreistagsarbeit, welche die Themen Anschlußunterbringung von Asylsuchenden, Pflegestützpunkt Bretten im Technischen Rathaus, Erhöhung der Kreisumlage zur Finanzierung des Haushalts sowie Betreuung und Arbeitsplätze für behinderte Menschen unserer Region beleuchtete. Anschließend berichtete Heidi Leins von der Gemeinderatsarbeit. Zu den Herausforderungen zählte hier die Wahl des neuen Bürgermeisters sowie Entscheidung zum geplanten Moscheenbau. Neben den Realisierungen auf dem Mellert-Fibron-Gelände waren die weiteren baulichen Planungen wie der Parkplatz hinter dem Technischen Rathaus, die Bebauung des Sporgassenareals, das Bauvorhaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaft in Gölshausen sowie der Neubau von Unterkünften für Asylsuchende an der Schießmauer wichtige Themen. Glücklicherweise kann Bretten auf ein gutes Steueraufkommen zurückgreifen, so dass neben einer sparsamen Haushaltung auch Anträge aus dem Gemeinderat umgesetzt werden konnten. Leins verweist in diesem Zusammenhang auf eine sukzessive Weiterentwicklung des von der FWV initiierten Naturerlebnisparks - denn zum Wohlfühlcharakter einer Stadt gehört nicht nur ein tolles Schwimmbad. Auch von der FWV beantragt werden jetzt erste manuelle Wasserstandpegel eingerichtet. Weitere Realisierungen zum Hochwasserschutz nach dem Gutachten werden weiter vorangetrieben. Eine anregende Diskussionsrunde um die Jubiläen von Diedelsheim und Bretten im nächsten Jahr, die ausstehenden Wiedereröffnung des Pfeiferturms, der Einsatz eines Citymanagers, das geplante Gesundheitszentrum am Sporgassenparkplatz sowie die Erörterung der Süd-Umfahrung für Bretten rundete die Veranstaltung ab.