Freie Wähler für KVV-Ticketverkauf in den Ortsverwaltungen

Vor gut einem Monat war Schluss, der KVV stellte mit dem Fahrplanwechsel zum 12.12.21 den dezentralen Ticketverkauf in unseren Ortsverwaltungen und im Bürgerservice ein. Trotz Intervention der Stadtverwaltung wurde der Beschluss seitens des KVVs nicht mehr zurückgenommen.

Damit geht ein wichtiges Bindeglied zwischen ÖPNV und den Einwohnern verloren - denn nicht jeder verfügt über einen Online-Zugang bzw. kann sich beim Umsteigen von Bus zu Bahn "noch schnell" ein Ticket am Automaten ziehen. Für uns in den Ortschaften und der Kernstadt verbleiben damit nur die Verkaufsstellen am Bahnhof, in der Tourist-Info am Marktplatz und im Papier & Co. in der Max-Planck-Straße.

Ein sehr mageres Signal an die ökologische Verkehrswende und die Bürgernähe. Weit weg von der Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel und genau das falsche Signal für ein dringend benötigtes Mobilitätskonzept zur Reduzierung unseres innerörtlichen Quell- und Zielverkehrs. Als hätte man den Schuss nicht gehört wurde blindlings nach dem Rasenmäherprinzip genau in die entgegengesetzte Richtung gearbeitet - Klimawandel erfordert Mut zum Ausbau des ÖPNVs, und nicht die einseitige Reduzierung in der Fläche. Zu guter Letzt trifft es wahrscheinlich auch noch diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf ein durchgängiges und reibungsloses, öffentliches Verkehrsnetz angewiesen sind. Ade zum öffentlichen Auftrag der Daseinsfürsorge.

Die Freien Wähler fordern die Stadtverwaltung auf, nicht locker zu lassen, und sich dafür einzusetzen, diesen unsäglichen Beschluss wieder rückgängig zu machen.